Wandern und zusammenfinden
Mit der RhB reiste die BM2b und BM2c nach Valendas-Sagogn. Von dort wanderten wir durch die herrliche Rheinschlucht nach Versam Station. Von hier stieg der Weg steil an bis zur Aussichtsplattform Spir in Conn. Der Blick von der Aussichtsplattform war der Lohn für die vielen Schweisstropfen. Gestärkt vom Picknick spazierten wir zum Crestasee, wo wir im herrlich kühlen Wasser badeten oder uns bei einem feinen Glace erholten. Ein abwechslungsreicher Tag endete mit der Postautofahrt zurück nach Chur. Neben den Muskeln ist der Zusammenhalt der Klassen auf diesem Ausflug sicherlich gestärkt worden.

BM2b

BM2c
Exkursion nach München 15./16. Januar 2026
Bereits zum zweiten Mal hat im Januar 2026 die Exkursion der BM2-Klassen nach München stattgefunden. Insgesamt 34 Lernende, begleitet von drei Lehrpersonen, erlebten vom Donnerstag, 15. bis Freitag, 16. Januar 2026 einen äusserst vielfältigen und lehrreichen Ausflug in die Hauptstadt Bayerns.
Nachdem im Vorjahr an der KV Wirtschaftsschule Chur zum ersten Mal ein zweitägiger Ausflug nach München organisiert worden war und diese auf eine sehr gute Resonanz stiess, hat die Schulleitung beschlossen, die Exkursion der BM2-Klassen zu wiederholen. Erstmals hat auch die BM2-Teilzeit-Klasse teilgenommen und die Reise wurde verknüpft mit dem Absolvieren eines IDAF-Moduls in den Fächern Geschichte und Politik sowie Technik und Umwelt.
Total 34 Lernende sind am Donnerstag, 15. Januar 2026 frühmorgens mit dem Car nach München gereist. Am ersten Tag stand der Besuch des Deutschen Museums auf der Museumsinsel auf dem Programm. Die Institution beherbergt zahlreiche Exponate aus der Geschichte der Naturwissenschaft und Technik. Auf insgesamt vier riesigen Ebenen werden 20 Ausstellungen zu den Themenbereichen Verkehr, Mobilität, Technik über die Naturwissenschaften und Energie sowie Kommunikation, Informatik und Medien bis hin zu Mensch und Umwelt präsentiert.
Aufgeteilt in Gruppen besuchten die KV-Chur-Lernenden die eindrücklichen Ausstellungsräume und hielten vor ausgewählten Objekten ihre vorbereiteten Kurzreferate. Die Themen reichten von historischen Flugmaschinen wie der «Junkers F13» aus dem Jahr 1919 über die Apparatur zur Messung von Radioaktivität von Marie und Pierre Curie aus den Jahren 1895 bis 1995 bis hin zur Enigma Chiffriermaschine aus dem Zweiten Weltkrieg.

Abbildung 1 Eine Junkers F13 im Deutschen Museum in München

Abbildung 2 Die Enigma-Chiffriermaschine aus dem Zweiten Weltkrieg.
In München hatten die Lernenden zudem die Gelegenheit ihre zugeteilten Exponate weitergehend zu studieren und zu fotografieren, um dann nach der Rückkehr in Chur ihre Präsentationen zu vervollständigen und Fragen zu beantworten. Zum ersten Mal ist damit auch ein bewertetes IDAF-Modul in den Fächern Geschichte und Politik sowie Technik und Umwelt entstanden. Die beteiligten Lehrpersonen sowie Fachschaften ziehen ein positives Fazit, das auch den grossen organisatorischen Aufwand, rechtfertigt.
Am Abend stand bei der Exkursion mit dem Besuch von Theateraufführungen die Kultur im Vordergrund. Die Lernenden durften zwischen dem Werk «Cabaret» im Residenztheater München oder dem Stück «Nach Mitternacht» im Marstall auswählen. Das legendäre Musical «Cabaret» handelt von der schillernden Welt der 1930er-Jahre in Berlin, wobei gleichzeitig mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus in Deutschland etwas Dunkles heraufzieht. Ebenfalls von der Nazi-Zeit handelt das Stück «Nach Mitternacht». Es erzählt von Ereignissen im Jahr 1936 und schildert den faschistischen Alltag eindringlich.

Abbildung 3 Residenztheater München Cabaret
Auch am zweiten Ausflugstag stand das Thema Nationalsozialismus im Mittelpunkt. Am Vormittag besuchten die drei Klassen den Münchner Justizpalast. Das Gebäude am Münchner Karlsplatz (Stachus) verbindet eindrucksvolle Architektur mit grosser historischer Bedeutung. Es ist seit über 125 Jahren Sitz der bayerischen Justiz und war Schauplatz bedeutender Gerichtsprozesse. Dazu gehörten im Zweiten Weltkrieg die Schauprozesse gegen die bekannte Widerstandsgruppe «Weisse Rose» im Jahr 1943. Eine Dauerausstellung und ein eigens eingerichteter Gerichtssaal zeigt detailliert den Ablauf dieser Nazi-Prozesse gegen die Münchner Studentengruppe um Hans und Sophie Scholl, die nach einer Flugblatt-Aktion zusammen mit anderen Beteiligten vier Tage nach dem «Volksgerichtshof» von den Nazis hingerichtet wurden.


Abbildung 4 und 5 Der Justizpalast in München mit seiner eindrücklichen Architektur und Geschichte.
Den Abschluss der Exkursion bildete der freiwillige Besuch des NS-Dokumentationszentrums. Als Gründungsort der NSDAP ist München nämlich wie keine andere Stadt mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus verbunden, wobei die Ausstellung mit zahlreichen Schautafeln und Fotos eindrücklich diese «schwierige Vergangenheit» der bayerischen Hauptstadt vermittelt.
Aufgrund der zahlreichen positiven Rückmeldungen der Lernenden und beteiligten Lehrpersonen hat die Schulleitung entschieden, die Exkursion nach München auch im kommenden Jahr durchzuführen.